DEM GUTEN HIRTEN FOLGEN

“Ich bin der gute Hirte, ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.” (Joh 10,14)

Der gute Hirt! Welch vertrauensstiftendes Bild ist dies – auch wenn wir Hirt und Herde in der Natur immer weniger antreffen! Aber das Bild spricht uns von innen an. Wir wissen in unserem Inneren, was der gute Hirt bedeutet. Es ist jemand, der auf uns achtet, der sich um unser Leben sorgt, der uns nicht aus den Augen verliert, der uns vor Gefahren warnt und uns dorthin führt, wo wir zu Hause sind und gute Weide finden.

Nirgendwo paßt dieses Bild besser, als wenn wir es auf Gott anwenden, wie Jesus selbst es tut. Er kam auf die Erde, um die Seinen zu suchen und sie aus allen Völkern zu sammeln. Er kam als Licht der Welt (Joh 8,12), damit auch wir zu Licht werden. Er befreit aus den Schlingen, die Satan auslegt, um die Menschen zu binden. Er schenkt uns die Speise, die wir benötigen, um in dieser Erdenzeit die göttliche Nahrung zu finden, die uns bis in die Ewigkeit begleitet (vgl. Joh 6,51).

Der gute Hirt macht uns mit sich vertraut. Er schenkt uns sein Wort, und wir lernen ihn von innen kennen. Sein Wort hat diesen unverwechselbaren Geschmack, nach dem die Seele verlangt, denn sie dürstet nach Liebe und Wahrheit. Im guten Hirten begegnet sie all dem, was sie braucht und sucht. Deshalb kann sie auch unterscheiden: Lüge, Täuschung und Irrtum bereiten ihr Unbehagen. Das ist nicht die Stimme des Hirten! Da spricht ein anderer, selbst wenn seine Stimme noch so einladend klingen mag!

Der gute Hirt hat uns zu seiner Herde geführt. Wir gehören jetzt ihm. Er kennt uns, und wir treffen noch andere aus seiner Herde. Mit ihnen hören wir gemeinsam auf seine Stimme und erfreuen uns an unserem Hirten. Wir lieben ihn und folgen ihm. Nie wird er uns in die Irre führen, denn der gute Hirte gibt sein Leben für die Seinen hin (Joh 10,11).

Unter folgendem Link findet Ihr das Video von Harpa aus der Serie gregorianischer Gesänge, welche die „ureigensten Worte Jesu“ (IPSISSIMA VERBA) vertonen:

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