Vater unser im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Es ist das Gebet, das Jesus uns anvertraut hat, damit wir mit ihm unseren göttlichen Vater auf diese vertraute Weise ansprechen können.
Gewiß ist es wichtig, jede Zeile zu betrachten, und doch möchte ich bei der Bezeichnung Vater bleiben, denn im Büchlein von Madre Eugenia, in dem Gott Vater zu den Menschen spricht, legt Gott besonderen Wert darauf, von der ganzen Menschheit als Schöpfer und Vater erkannt zu werden. (Link zum Büchlein: https://fatherspeaks.net/pdf/der_vater_spricht_deutsch_v-2004-12.pdf)
Da heißt es: “Gelegen oder ungelegen, diese ganze Welt soll wissen, daß es einen Gott und einen Schöpfer gibt. Diesen Gott, der in zweifacher Weise zu ihrer Unwissenheit sprechen wird, kennen sie nicht; sie wissen nicht, daß ich ihr Vater bin.”
Die Menschen sollen Gott als ihren Vater kennenlernen. Sie sollen wissen, daß er die Menschen liebt und daß alles, was er tut oder zuläßt, nur zu ihrem Heil geschieht. Es ist genau das, was den Menschen mangelt: ein Vater, der sie kennt und sie sowohl mit starker als auch mit milder Hand führt. Ein Vater, der sie liebt und ihnen nachgeht, wenn sie falsche Wege beschritten haben, um sie wieder auf den rechten Weg zu führen. Er ist der Vater, der vergibt, ohne etwa die Verfehlungen des Menschen zu verharmlosen. Gott ist ein barmherziger, aber kein weichlicher Vater. Er ist ein Vater, der uns all seine Reichtümer schenken und mit uns in trauter Gemeinschaft leben will.
Tief in uns wissen wir, daß wir einen solchen Vater suchen, der uns durch die Zeit in die Ewigkeit führt. Das hat Gott selbst in uns hineingelegt, denn alle gute und vollkommene Vaterschaft stammt von ihm.
Jesus hat uns gezeigt, daß der Wunsch nach einem solchen Vater kein Wunschdenken ist. Nein, er hat ihn uns offenbart und uns dieses heilige Gebet gelehrt!
Hier ist das Video mit den drei Worten Jesu aus der vierten, fünften und sechsten Betrachtung dieser Reihe:

