“Es braucht deine Mühe und deine Aufmerksamkeit, auf die Eingebungen des Geistes zu achten.” (Inneres Wort)
Gestern haben wir ein Wort von Schwester Faustyna betrachtet, welches uns vermittelte, daß Geschwätzigkeit und Ablenkungen es dem Heiligen Geist schwer machen, uns zu erreichen. Dieses heutige Wort mag als eine erste Ergänzung dienen.
Der Heilige Geist möchte uns ansprechen, weil er unser geistlicher Lehrer ist. Denken wir daran, daß die Jünger des Herrn auf seine Herabkunft warten mußten, bevor sie ihre Mission zu allen Völkern beginnen konnten (vgl. Apg 1,4–5). Er ist es also, der dazu befähigt.
Wie handeln und sprechen wir? Sind es primär unsere eigenen Gedanken, die uns leiten? Beschränken wir uns allein auf die Vernunft? Oder lassen wir uns vom Heiligen Geist leiten?
Erst durch sein Wirken bekommen unsere Werke einen übernatürlichen Charakter. Wenn wir das anstreben, dann müssen wir ihn kennenlernen. Ein Weg ist, ihn um seine Führung und seine Gegenwart zu bitten. Weiterhin braucht es Wachsamkeit, nichts zu tun oder zu sagen, was nicht mit ihm übereinstimmen könnte. Das werden wir sehr leicht merken, denn der Heilige Geist wird es uns wissen lassen und uns innerlich korrigieren, wenn wir ihn darum bitten.
Zudem sollten wir uns Zeit in der Stille für ihn nehmen und unsere religiöse Praxis getreu ausüben, besonders die Lektüre der Heiligen Schrift.
Wir sollten auch lernen, in bestimmten Fragen und Situationen so lange auf ihn zu warten, wie es die Jünger in Jerusalem taten, bis wir von ihm ein Licht erhalten – sofern es keine objektiven Umstände gibt, die unser Handeln erfordern.
Wir können auch oft beten: “Komm, Heiliger Geist”, und dies zu einer Art Herzensgebet machen.
Wichtig ist, daß wir unserem geistlichen Lehrer auch danken, wenn er uns sein Licht geschenkt hat. Es gibt noch vieles mehr, was uns in eine gute Disposition bringt, den Heiligen Geist besser zu verstehen und für sein Wirken bereit zu werden.
