UNSER GÖTTLICHER FREUND

“Ihr müßt zuerst lernen, mich besser zu kennen und mich so zu lieben, wie ich es wünsche, das heißt nicht nur als Vater, sondern auch als euren Freund und Vertrauten.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).

Wie sieht eine solche Freundschaft aus, in die uns der göttliche Vater ruft?

Sie lebt vom Vertrauen und von der Güte dessen, der uns diese Freundschaft anbietet. In diesem Fall ist es Gott selbst, der in seiner Freundschaft zu uns niemals wankt und der sie mit seiner Gnade erfüllt. Unsererseits ist es der Wille, ganz mit unserem göttlichen Freund eins zu sein, damit aus dieser Freundschaft “Ströme lebendigen Wassers” (Joh 7,38) in diese Welt fließen können.

Von unserer Seite aus werden wir unserem göttlichen Freund all unsere Anliegen darlegen, die wir in uns tragen, unsere Hoffnungen vor ihn legen, insbesondere stets auch den Wunsch, ganz mit ihm vereint zu sein. Dabei dürfen wir frei mit unserem Freund reden und ihm auch Fragen über Dinge stellen, die wir nicht gleich verstehen. Es ist eine riesige Freude, mit unserem göttlichen Freund sprechen zu können – zu jeder Stunde!

Der Vater wird sich uns als der Freund erweisen, der uns mit unendlicher Weisheit zur größeren Hingabe an seinen Willen führt. Als Freund korrigiert er uns, sagt uns die Wahrheit, wenn wir in Gefahr sind, auf unserem Weg nachzulassen. Er wird dies immer auf der Ebene der Freundschaft tun, sodaß unser Herz nicht etwa verzagt, sondern durch seine Liebe und seinen Trost gestärkt wird.

Da der göttliche Freund das Beste für uns und die anderen Menschen wünscht, wird er uns locken, den Weg der Heiligkeit noch eifriger zu gehen. So werden aus dieser Freundschaft Blumen der Liebe und der Wahrheit erwachsen, die wir den Menschen als Liebesgruß von ihrem göttlichen Vater schenken können.