“Schön ist, was wir sehen, schöner, was wir erkennen, weitaus am schönsten aber ist, was wir nicht fassen können.” (Nicolaus Stenonis)
So können wir auch diese Welt betrachten wie dieser große dänische Gelehrte Nicolaus Stenonis, der aufgrund seiner Überzeugungen in die katholische Kirche eintrat und sogar das Amt eines Bischofs bekleidete.
Betrachten wir die Welt mit den Augen Gottes, dann können wir über ihre Schönheit nur staunen. Denn alles, was unser Vater geschaffen hat, ist gut. Das bleibt so, auch wenn ihre Schönheit durch die Sünde und ihre Folgen erst wiederentdeckt werden muß. Ist das aber geschehen, dann sehen wir die Dinge mehr in ihrem Wesen und entdecken die Schönheit des heiligen Schöpferwillens.
Dies steigert sich nach den weisen Worten des Heiligen, wenn wir erkennen, das heißt der Schönheit Gottes begegnen, wie sie sich unserem geistigen Erkennen mitteilt. Dies überragt noch die Wahrnehmung auf der sinnlichen Ebene unseres Daseins. Wie erhaben ist es beispielsweise, die Schönheit unseres heiligen Glaubens zu entdecken, die Weisheit und Güte Gottes auf diesem Weg wahrzunehmen und den Geschmack der Wahrheit zu kosten!
Noch unvergleichlich schöner wird es sein, wenn wir in der Ewigkeit Gott so schauen dürfen, wie er ist. Der Heilige Paulus sagt: “Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin” (1 Kor 13,12).
Das Schönste liegt noch vor uns! Jeden Tag gehen wir darauf zu – und dann werden wir es fassen können – und die ganze Ewigkeit ist dafür da!
