IMMER AM HERRN FESTHALTEN

“Halte immer an mir fest und gehe tief in das Innere!” (Inneres Wort)

Was auch kommen mag an innerer und äußerer Bedrängnis, in der wir nicht die Gegenwart Gottes wahrzunehmen vermögen, ist dieses Wort die mahnende Stimme unseres Vaters, daß wir festhalten sollen.

Nicht unsere Empfindungen geben uns Sicherheit auf unserem Weg mit Gott durch diese Zeit, sondern das Wort Gottes und somit sein Wille, uns zu führen. Darauf können wir uns absolut verlassen. Wenn wir uns aufrichtig bemühen, im Stand der Gnade zu leben, also in Übereinstimmung mit dem heiligen Willen Gottes, dann können wir uns ohne Frage und Zweifel darauf verlassen. Wenn wir vom geraden Weg abgekommen sind, dann gilt es, sofort zu Gott zurückzukehren, der uns ruft, um dann wieder seine Gnade aufzunehmen und in ihr zu leben. Die Liebe Gottes umgibt uns immer. Entweder mahnt sie uns, an ihm festzuhalten, oder zu ihm umzukehren.

Dann werden wir zu einem weiteren Schritt gerufen. Wenn wir in der Gnade Gottes leben, hat der heilige Gott Wohnung in uns genommen und ist in unserer Seele gegenwärtig. Wir sind eingeladen, unserem Vater im Inneren unserer Seele zu begegnen und bei ihm zu bleiben. In dieser Vereinigung mit Gott wird unsere Seele stets von innen gestärkt und mit dem Licht Gottes erfüllt, auch wenn der äußere und innere Sturm übermächtig zu sein scheint und es für uns aussieht, als würde Jesus schlafen, so wie auf dem Boot, das im See Genezareth zum Schrecken der Jünger vom Sturm hin und hergeworfen wurde (Mk 4,36–40).

Es wird nicht lange dauern, bis unser Herr den Sturm zum Schweigen bringt. Je tiefer wir in unsere Seele hinabsteigen, desto nachhaltiger wird es geschehen. Nicht selten können wir auch schon die ersten Anzeichen eines aufziehenden Sturmes bemerken und uns im Herrn rüsten.