“Alles kannst du in mir tun, und alles wird gelingen, wenn du nur in mir bleibst und diese Liebe lebst.” (Inneres Wort)
Wir kennen das Wort Jesu: “Ohne mich könnt ihr nichts tun”, das uns zu einer demütigen Selbsterkenntnis führt. Das obige Wort ist eine Weiterführung dieses Wortes Jesu. Es zeigt uns den Weg, wie wir im Vertrauen auf Gott alles tun können. Die Bedingung dafür ist, daß wir in unserem Vater bleiben, in seinem Willen bleiben, den feinen Anregungen seines Geistes folgen und den inneren Austausch mit unserem Vater pflegen.
Hier ist besonders das »Bleiben« angesprochen. Unsere Beziehung zu unserem Vater soll in unserem Leben zu einem ruhigen Fluß der Gnade werden. Durch die Führung des Heiligen Geistes wird diese Beziehung immer feiner, sodaß die geringste Abweichung von der Liebe und der damit verbundenen Vertrautheit spürbar wird. Das drängt dazu, eine solche Situation unmittelbar zu überwinden.
Im Vaterbüchlein von Madre Eugenia bietet Gott uns an, daß wir, wenn wir aus Schwäche fallen, immer wieder im Bad seiner Liebe erneuert werden können. So steht uns der Weg offen, bei allen Abweichungen Zuflucht zu seiner Liebe zu nehmen.
In der Parabel vom verlorenen Sohn wird zwar die Heimkehr des Sünders mit großer Freude gefeiert, doch ist es der daheim gebliebene Sohn, der in der Selbstverständlichkeit der Beziehung mit seinem Vater geblieben ist und sie nie verloren hat. Der Vater sprach zu ihm: “Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein” (Lk 15,31).
So selbstverständlich soll diese Liebe gelebt werden, und in dieser Einheit werden alle Früchte wachsen, die Gott verherrlichen und den Menschen dienen. In dieser Liebe vermögen wir dann alles zu tun und alles wird gelingen!
