“Auch ein Elija war schwach und brauchte meine Kraft, um seinen Dienst weiterhin zu tun!” (Inneres Wort)
Wer erinnert sich nicht an den großen Propheten Elija, der sein Volk durch große Wunderzeichen wieder zu Gott führte? War es nicht er, der dem König Ahab ins Gesicht widerstand, wenn dieser Dinge tat, die nicht mit Gott vereinbar waren? War es nicht er, der sich den Haß der Königin Isabel zuzog, die den Baalen huldigte und ihn verfolgte, als er ihre Baalspriester töten ließ, nicht ohne zuvor nachzuweisen, daß er im Auftrag des Höchsten handelte?
Was könnte einen solchen Propheten Gottes noch erschrecken – könnte man meinen!
Wir verfehlen jedoch die Wirklichkeit, wenn wir denken, Elija sei ein Held gewesen, wie man ihn sich leicht vorstellt, und wie solche Helden ja auch gerne als unbesiegbare Größen medial dargestellt werden.
Nein, Elija lebte von der Kraft Gottes. Was er tat, tat er in seinem Auftrag und hat »sein Menschsein« weit überragt. Das hat er selbst wahrgenommen, als er sterben wollte und zu Gott sagte, daß er auch nicht besser sei als seine Vorfahren.
Aber auch andere Diener des Herrn hatten Phasen der Dunkelheit und der Schwäche, vielleicht haben sie auch gedacht, es geht nicht mehr weiter. Was wird eine heilige Jeanne d‘Arc erlebt haben, als sie gefangengenommen und ihren Feinden ausgeliefert wurde?
So kann es auch uns auf unserem Weg der Nachfolge des Herrn gehen. Unser Vater läßt dies zu, damit wir immer mehr lernen, daß Er es ist, der uns führt und uns die Kraft schenkt, seine Werke zu tun und nicht aufzugeben. Es ist kein leichter Zustand, um mit dem heiligen Paulus sagen zu können: “Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark!“ Dazu braucht es einen geistlichen Weg mit entsprechender Erkenntnis. Doch möge es uns trösten und aufrichten, daß nicht nur wir schwache Phasen erleben. Der Vater wird uns weiterführen, denn gerade dann ist er uns besonders nahe!
