“Sucht die Nähe Gottes, dann wird er sich euch nähern.” (Jak 4,8)
Daran ist so vieles gelegen!
Selbst wenn wir schon fest im Glauben stehen und die daraus erwachsenden geistlichen Übungen regelmäßig vollziehen, darf uns dieses Wort ansprechen und uns noch näher zu Gott locken. Es ist ein Wort der Liebe, das die Suche unseres Vaters nach uns ausdrückt. Sobald wir uns ihm zuwenden, ist er da, um uns seine Nähe zu schenken, die er uns niemals entzieht. Selbst wenn wir uns von Gott abwenden, bleibt seine Liebe auf uns gerichtet, um uns an sein Herz ziehen zu können. Er kann sich jedoch erst mit uns vereinen, wenn wir unser Leben nach ihm ausrichten, irrige Wege verlassen und Vergebung empfangen.
Viele Menschen denken heute gar nicht an Gott oder haben falsche Vorstellungen von ihm. Sie leben, als ob es unseren himmlischen Vater gar nicht gäbe, und wissen nicht, daß er Tag für Tag zu ihnen spricht und um ihre Liebe wirbt. In dem Vaterbüchlein von Madre Eugenia berichtet unser Vater von seinem Verlangen nach unserer Liebe, weil er seine Herrlichkeit mit seinen Kindern teilen möchte.
Doch wie oft gehen die Menschen am größten Glück vorbei: Ihn zu kennen! Es gehört gar nicht viel dazu, Gott zu begegnen. Ein einfacher Schritt genügt, um ihn anzusprechen und zu bitten, ihn kennenzulernen. Und wenn es nur die Frage ist: Wer bist Du, Gott, und wo bist Du? Das ist bereits eine Zuwendung zu ihm, die unser Vater nicht unbeantwortet lassen möchte.
Der Schreiber dieser Zeilen hat vor seiner Bekehrung einmal ausgerufen: “Gott, wenn es Dich gibt, dann laß mich Dich erkennen!” Unser Vater hat in seiner Güte geantwortet, und heute sage ich jedem, der sich nicht verschließt, dasselbe wie der Apostel Jakobus:
“Sucht die Nähe Gottes, dann wird er sich euch nähern.” – Das ist gewiß!
