AM ZEUGNIS FÜR JESUS FESTHALTEN  

“Du hast nur geringe Kraft, und dennoch hast du an meinem Wort festgehalten und meinen Namen nicht verleugnet.” (Apk 3,8b)

Wie an anderen Stellen der Heiligen Schrift werden wir auch hier aufgefordert, am Wort des Herrn festzuhalten und den Namen Jesu nicht zu verleugnen. Beides erwartet unser Vater von uns, denn das Bleiben in seinem Wort bedeutet, den Glauben zu bekennen und auch zu verteidigen. Verbunden mit dem Zeugnis für Jesus legen wir damit das gute Zeugnis ab, das im Himmel sehr wahrgenommen wird.

Es gibt viele Umstände, die unseren Glauben angreifen können. Das war nicht nur bei den frühen Christen so, sondern wiederholte sich durch die Jahrhunderte hindurch immer wieder, daß das Bekenntnis zum Herrn von Seiten der Politik (Kommunismus) oder von Seiten der Religion (Islam) sogar das Leben kosten konnte.

Auch in unseren heutigen »nachchristlichen Gesellschaften« kann das unverbrüchliche Festhalten am Wort Gottes und das öffentliche Bekenntnis zu Jesus erhebliche Nachteile mit sich bringen.

Gerade unter solchen Umständen muß sich der Glaube jedoch bewähren, und wir können unserem Vater unsere Liebe zeigen. Unsere Entscheidung, dem Herrn zu folgen, bewährt sich in der Stunde der Not, und jede Art von falschen Kompromissen bedarf der Auflösung. Dazu braucht es Mut und Entschiedenheit. Das gilt sogar innerhalb der Kirche, wenn hier nicht mehr entschieden am Wort Gottes festgehalten wird und das Zeugnis für Jesus als Erlöser der ganzen Menschheit nicht mehr eindeutig ist.

Die Gemeinde in Philadelphia wurde in der Offenbarung des Johannes vom erhöhten Herrn für ihre Treue gelobt. Sie hat sich in Zeiten der Bedrängnis und Verfolgung bewährt, in den Augen Gottes gesiegt und erhält so von ihrem Herrn den entsprechenden Lohn.