“Geh, mein Sohn, geh, ich komme!” (Inneres Wort)
Das ist eine liebevolle, aber bestimmte Aufforderung, auf unserem Lebensweg weiterzugehen und die Aufgabe zu erfüllen, die unser Vater uns anvertraut hat. Wir werden von Gott immer wieder ermutigt, unserem Ziel entgegenzugehen, wie der heilige Apostel Paulus sagt: “Nutzt die Zeit!” (Kol 4,5 und Eph 5,16).
Wir sollen die Zeit, die uns gegeben ist, nutzen! Sie ist so kurz im Vergleich zu der nie endenden Ewigkeit und doch lang genug. Nehmen wir jeden Tag, dann ist sie lang genug! Verschlafen wir die Zeit, dann kann es eng werden und wir müssen vielleicht viel aufholen.
Richten wir unseren Blick noch mehr auf den zweiten Teil des Satzes. Hier spricht der Herr von seinem Kommen. Man kann es auf die Wiederkunft Christi am Ende der Zeiten deuten, der wir vielleicht sehr nahe sind, oder auf die Stunde unseres Todes, in der wir zu unserem Vater geführt werden.
Sicherlich meint es aber, daß unser Vater all unsere Bemühungen sieht und immer bereit ist, uns zu unterstützen, aufzurichten und zu stärken. In diesem Sinne kommt unser Vater ständig, sobald er wahrnimmt, daß wir auf ihn ausgerichtet sind. Wenn wir schon für das Reich Gottes wirken, ist dies in besonderer Weise gegeben. Dann ist jeder unserer Schritte unter der besonderen Obhut seiner Gnade, denn dann wirkt unser Vater mit uns zusammen. Keinen Augenblick wird Gott versäumen, uns das zu geben, was wir für unseren Weg brauchen. Wir sind ja in seinen Dienst genommen.
Wichtig ist, daß wir im Vertrauen auf Gott und seinen Auftrag wirklich gehen und nicht zögern. Auf unsere eigene Stärke können wir nicht zählen, aber auf die Treue dessen, der uns ruft und uns entgegenkommt!
