KEINE FURCHT VOR DEN DÄMONEN!

“Eine Seele im Zustand der Gnade hat nichts von feigen Dämonen zu befürchten.” (Heilige Thérèse von Lisieux)

Das ist es, um was wir uns immer bemühen sollten. Zwar müssen wir um die Machenschaften der Dämonen wissen, um nicht leichtsinnig zu werden, doch unser Augenmerk sollte auf unseren Vater gerichtet sein. Eine Seele, die mit Ihm in Einheit lebt, die mit seiner Gnade geschmückt und in ihr gefestigt ist, ist für die Dämonen ein Schrecken. Gott selbst ist es ja, der in unserer Seele wohnt.

Wir wissen, wie die Dämonen vor Jesus zurückwichen (vgl. Mt 8,29) und auch vor jenen, die sich im Namen Jesu ihnen entgegenstellten. Das gilt für alle Seelen im Zustand der Gnade. Das heißt nicht, daß sie nicht angegriffen oder belästigt werden, aber die Dämonen können nicht über sie triumphieren, denn sie haben es nicht – wie sie es gerne hätten – mit schwachen Menschen zu tun, die sie besiegen wollen, sondern mit dem Herrn selbst. Deshalb, so sagt es die Heilige Thérèse von Lisieux mit Recht, brauchen wir sie nicht zu fürchten.

Das gilt auch für die schwierigen Zeiten, in denen wir heute leben und in denen die Dämonen ihr dunkles Spiel der Täuschungen fast unbändig mit den Menschen treiben. Gott hat die Seinen immer im Blick. Wenn sie in seiner Gnadenhuld leben und darin ausharren, wird er sie durch alle Prüfungen hindurchführen. Wichtig ist, daß wir den Blick auf unseren Vater nicht verlieren und unser Vertrauen auf ihn richten. Er ist der Herr – nicht jene, die in ihrem Wahn glauben, ein Reich ohne ihn oder gegen ihn aufbauen zu können. Sie werden in den treuen Seelen, die im Stand der Gnade bleiben, unüberwindbare Gegner haben, die sie nicht fürchten, sondern vor denen sie sich fürchten müssen.

Das würde auch dann gelten, wenn wir die Herrschaft eines Antichristen zu erleiden hätten. Er wird nicht über jene herrschen können, die in der Gnade Gottes leben. Er wird sie fürchten!