IM GLAUBEN WIDERSTEHEN

“Laß dich nie von den Machenschaften der Dämonen einschüchtern!” (Inneres Wort)

Wir können und sollen diese gottwidrige Dimension nicht aus unserem geistlichen Weg ausblenden. Es ist wahr, wenn die Heilige Therese von Lisieux von den »feigen Dämonen« spricht, die uns nichts antun können, wenn wir im Stand der Gnade leben. Auch der Herr hat seinen Aposteln Macht über die Dämonen gegeben (Mk 3,15). Doch die Worte des Heiligen Petrus mahnen uns: “Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann” (1 Petr 5,8).

Diese gefallenen Geister – die Heilige Schrift bezeichnet sie als Dämonen – wollen den Menschen ihr höchstes Gut rauben: die Liebe zu ihrem Schöpfer und Erlöser, der ihr gütiger Vater ist. Deswegen versuchen sie, auf allen Ebenen der Arglist die Menschen zu täuschen und ihren ohnmächtigen Haß Gott gegenüber zu verbreiten.

Man muß lernen, damit umzugehen! Je mehr man sich um Heiligkeit und um die Verbreitung des Evangeliums bemüht, desto mehr ist mit ihrem zähen Widerstand zu rechnen. Das kann eine Zermürbungstaktik sein, ständige Anklagen, die Verbreitung von Ängsten oder die Verstärkung der negativen Neigungen unserer Natur. Auch wollen sie uns gerne in Illusionen festhalten, uns in falsche Lehren verstricken usw. Kurzum: Sie nehmen alles in den Dienst für ihre Pläne des Unheils.

Doch gilt es, sich nicht einschüchtern zu lassen und ihnen auf diese Weise eine Macht einzuräumen, die sie nicht haben. Deshalb sollte man den Blick nicht auf die Dämonen heften, nicht “die Tiefen des Satans” (Apk 2,24) erforschen wollen, sondern sich im Gebet unmittelbar unserem göttlichen Vater zuwenden. Das bedeutet, die Hilfe Gottes gegen diese Kräfte in Anspruch zu nehmen, und das immer wieder zu tun. So ist es unser Vater selbst, vor dem sie weichen und der in uns siegen möchte.

Wachsamkeit: Ja – aber keine Angst vor den Dämonen!