“Der Teufel freut sich vor allem, wenn es ihm gelingt, dem Herzen des Dieners Gottes die Freude zu entreißen.” (Hl. Franziskus von Assisi)
Ein mißmutiges Zeugnis unseres heiligen Glaubens wird andere Menschen kaum anstecken, sich dem Glauben intensiver zuzuwenden. Auch ein übertrieben euphorisches Zeugnis wird für wahre Gottsucher wenig anziehend sein. Was es jedoch einfacher macht, Menschen einen Weg zum Glauben zu öffnen, ist ein freudiges Herz, welches von Liebe und Dankbarkeit zu Gott entbrannt ist. In einem solchen Herzen wird jene Freude wohnen, von der der Heilige Franziskus in dem obigen Wort spricht. Auch der heilige Paulus ruft uns zu: “Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!” Diese Freude schenkt den rechten Blick auf die Schönheit des Glaubens. In gewisser Weise ist diese Freude in und an Gott unwiderstehlich.
Von dieser Sicht aus wird klar, daß der Teufel alles daransetzt, ein solches Zeugnis möglichst auszulöschen. Wenn es ihm nicht gelingt, einen Menschen zur Sünde zu verführen, dann plagt er ihn mit schlechten Gedanken, mit unberechtigten Schuldgefühlen, mit Anklagen aller Art oder verstärkt Gefühle der Traurigkeit. Kurz gesagt: Den Dämonen ist alles recht, um uns die Freude an Gott zu nehmen oder sie wenigstens zu mindern.
Was hilft?
Es hilft, unser Leben vor Gott geordnet zu haben, sodaß objektiv nichts Schwerwiegendes zwischen dem Herrn und uns steht. Immer wieder gilt es, sich in die Liebe unseres Vaters zu vertiefen, der – wenn wir aufrichtig sind – nicht zulassen möchte, daß die Freude an ihm aus unseren Herzen weicht. Der Blick auf Gottes immerwährende Barmherzigkeit und seinen Willen, uns zu beschenken, wird uns helfen, Gedanken der Betrübnis hinter uns zu lassen. So können wir die Freude über die Vergebung all dessen, was uns von ihm zu trennen vermag, aufnehmen und eine große Empfänglichkeit für Gottes Gegenwart gewinnen. Das wird uns zur Freude, und der Satan wird seine Pläne nicht durchführen können.
