“Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind.” (Kol 1,12)
So beginnt der Lobpreis Gottes im sogenannten Christushymnus des Kolosserbriefs. Er stellt uns erinnerlich vor Augen, daß all die Gnaden, die wir durch den Gottessohn empfangen dürfen, von unserem himmlischen Vater ausgehen. Deshalb ist es richtig, daß wir das nicht außer Acht lassen, sondern – so wie auch die Gebete in der Heiligen Messe immer an unseren göttlichen Vater gerichtet sind – uns in Freude, im Lobpreis und im Dank für alles an Gott, unseren Vater, zurückbinden.
Darauf werden wir auch im Vaterbüchlein von Gott selbst aufmerksam gemacht, denn er möchte uns zu einer vollständigeren Gottesverehrung führen, indem wir ihm, wie der Apostel Paulus, mit ganzem Herzen danken für das, was er uns insbesondere durch seinen Sohn schenkt.
Welch großer Güte begegnen wir, wenn wir Anteil an den Heiligen erhalten, die im Licht sind! Mit ihnen eröffnet uns Gott eine tiefe Gemeinschaft. Sie sind unsere wahren Brüder und Schwestern im Geist. Da sie mit Gott in völliger Übereinstimmung leben, ist ihr Licht ungetrübt, und unser Umgang mit ihnen trägt ihr Licht in unsere Seelen. Sie wollen mit uns vereint sein – mit ihren Brüdern und Schwestern, die noch auf dem Weg in die Ewigkeit sind.
So wie wir auf unserem Weg immer tiefer lernen und erfahren, wie gütig unser Vater die Wege des Heils bereitet hat, so begreifen wir auch mehr und mehr, welche Würde er seinen Kindern schenkt. Schon durch die gemeinsame Liebe zu Gott gehören wir zu den Heiligen, die in der Anschauung Gottes für immer mit unserem Vater vereint sind.
Die immerwährende Dankbarkeit gegenüber unserem himmlischen Vater wird uns nach und nach die Augen öffnen für das, was er alles für uns tut und wie er ist. Wenn wir der Einladung folgen, mit den Engeln und Heiligen seine Herrlichkeit zu besingen, kommen wir unserer Zukunft immer näher und wissen: Das Schönste liegt noch vor uns!
