In der Liebe des Ewigen

“Ich bin der Ewige und habe die Zeit in meinen Händen.” (Inneres Wort)

Es ist ein Wort, das uns Ruhe und Gelassenheit schenken möchte. Dies ist besonders wichtig inmitten der unruhigen Zeiten, in denen Welt und Kirche gemeinsam wie ein richtungsloses großes Schiff auf dem großen Ozean treiben. Das Steuer wirkt blockiert. Zudem sind Lecks im Schiff nicht zu übersehen, die das Wasser eindringen lassen. Ein menschlicher Kapitän, der mit dieser Situation umzugehen wüßte, ist weit und breit nicht zu sehen!

Umso mehr gilt es, sich an das Psalmwort zu erinnern: “Verlaßt euch nicht auf Fürsten, bei denen es doch keine Hilfe gibt” (Ps 146,3)

Solche schweren Krisen – sofern man sie als solche wahrnimmt – sind eine Einladung, sich umso mehr auf unseren Vater zu verlassen. Ihm allein ist es gegeben, das menschliche Chaos zu durchdringen und in seine weisen Pläne einzufügen. Das ist uns Menschen nicht möglich, denn dieses Chaos entsteht ja, weil sich so viele Menschen nicht nach den Weisungen Gottes richten. Dadurch entsteht eine ständige Unordnung, die sich wie ein Krebsgeschwür ausbreitet. Wie aber soll eine Änderung geschehen, wenn man noch nicht einmal die Ursachen kennt und benennt?

Das Wort ist gewiß nicht so zu verstehen, als ob es uns in eine Passivität führen sollte. Nein, es ist ein Wort, das direkt unser Herz und auch unseren Verstand treffen will. Es führt uns zur Gelassenheit, weil es das Vertrauen in unseren Vater inmitten einer aus den Fugen geratenen Welt anfragt. Nicht Verzagtheit, sondern das Wissen, im Ewigen zu Hause zu sein, der auch diesen Zeitabschnitt in seinen Händen trägt und lenkt, wird uns stärken. Durch diese Stärkung werden wir erfahren, was wir zu tun haben, um den vielen Menschen, die auf dem Schiff treiben, zu bezeugen, wo sie wahrhaftige Hilfe und Rettung finden: in der Liebe des Ewigen.